Mit dem Xiaomi Mi Band günstig tracken

Xiaomi ist bekannt für günstige Produkte mit guter Ausstattung. Bei meiner Suche nach einem Fitness- und Schlaftracker bin ich durch Zufall auf das Mi Band gestoßen.

 

Technische Details:

  • Beschleunigungssensor
  • bis zu 30 Tage Standby (bei Nutzung als Benachrichtungsarmband etwas weniger)
  • integrierter Schlafphasenmesser (Unterscheidung zwischen leichtem und tiefen Schlaf)
  • Es kann zwischen gehen und Laufen unterscheiden
  • Apps für Android und IOS
  • IP67 zertifiziert (wasserdicht)
  • Armband aus Hautfreundlichen Material
  • Kann als Alarmwecker genutzt werden
  • Verbindung per Bluetooth (LE)
  • USB Ladekabel mit dabei

 

APP

Die passende MiFit App könnt ihr entweder direkt aus den Shops beziehen (meist in der Artikelbeschreibung der chinesischen Shops) oder aus den jeweiligen Stores laden. Dazu gibt es einige getweakte Versionen.

Bei iOS ist hierfür ein Jail-Break Vorraussetzung um die stetig aktualisierte Version aus dem MIUI-Forum nutzen zu können.

Leichter haben es Android Nutzer. Besonderen Dank geht an die Arbeit des Decuro-Teams, welches die app ins deutsche übersetzt und stetig die neue Version zur Verfügung stellt (KLICK). Hierfür müsst ihr nur „Installation aus unbekannten Quellen“ in den Android-Einstellungen aktiviert haben.

 

Das Mi Band im Einsatz

Der Vorteil des Mi Bandes ist ganz klar die lange Akkulaufzeit. Somit spart man sich häufiges Laden und ist mit 30 Tagen deutlich besser dran als mit einer Smartwatch oder anderen Fitnesstrackern. Durch die geringe Größe und das geringe Gewicht ist es sehr angenehm zu tragen und stört nicht beim Laufen oder beim Schwimmen.

Die App ist einfach und verständlich aufgebaut. Bei der Einrichtung hilft ein Assistent innerhalb der App. Für die Einrichtung eines Accounts könnt ihr eure E-Mail Adresse nehmen.

 

In den Einstellungen könnt ihr manuell euer Tagesziel angeben. Hier könnt ihr auch gleich einstellen an welchem Arm ihr das Mi Band tragen wollt. Das ist nachher wichtig um mit einer einfachen Handbewegung euren Fortschritt zu sehen. Hierfür muss man den Arm so bewegen als ob man auf seine Armband Uhr gucken will (Arm leicht drehen und zum Körper bewegen). Dabei wird euere Tagesziel durch 3 geteilt und je nach Fortschritt leuchten die LEDs auf. Sobald man sein Tagesziel erreicht hat vibriert das Band und die LEDs leuchten auf.

 

In den Einstellungen könnt ihr unter dem Punkt Benachrichtigungen auch gleich definieren, ob ihr über Nachrichten Bescheid wissen wollt. Das heißt, bekommt ihr über Whatsapp, Telegramm oder eine andere App eine Nachricht, blinkt das Miband und vibriert. In neueren Versionen der MiFit App fällt dieses praktische Feature leider weg. Ihr habt dann die Möglichkeit über zusätzliche Apps diese Funktion zurück zu holen.

 

Schlafphasentracker

Ähnlich wie Sleep-as-Android könnt ihr mit dem Mi Band eure Schlafaktivitäten messen. Nach meinem empfinden ist das Tracking sogar genauer, da ihr das Band immer bei euch habt und jede Bewegung aufgezeichnet wird. Um eure letzte Nacht einsehen zu können swiped ihr im Homescreen einfach nach links. Eine Statistik könnt ihr durch den kleinen Button oben Links einsehen.  Dabei unterscheidet das Mi-Band zwischen leichten (ihr bewegt euch noch etwas) und Tiefschlafphasen (REM Phase ohne Bewegung) unterscheiden.

 

Die Sache mit dem Smart lock

Habt ihr eine aktuelle Android Version (5.0+) könnt ihr eure Gerät mit dem Mi Band entsperren. Diese Funktion stand früher nur Mi-Phone (Redmi usw.) Usern zur Verfügung. iOS User haben hier leider das Nachsehen. Damit das klappt muss Bluetooth immer aktiviert sein. Der Akku vom Mi Band wird hier auch mehr beansprucht und es funktioniert auch über größere Entfernungen. Leider gibt es aktuell keine Möglichkeit eine genaue Distanz einzustellen. Evtl. kommt hier in Zukunft noch mal ein Update aus der Community. Wenn du das Smart lock-Feature nutzen willst, muss du dies zu erst in den Android Einstellungen unter dem Punkt „Sicherheit“ aktivieren. Dort kannst du Vertrauenswürdige Geräte hinzufügen. Ein Assistent führt dich hierbei durch die Konfiguration. Alternativ kannst du in der Mi-Fit App auf dem Homescreen den Text „Sesam öffne dich“ finden. Dieser führt die einzelnen Schritte auf und hilft dir den richtigen Menüpunkt in den Android Einstellungen zu finden.

 

An und für sich ist die Idee dahinter sehr gut. Problematisch ist hier aber, das der Lockscreen solange deaktiviert bleibt wie das Miband eine Verbindung hat. Das kann je nach Umgebung bis zu 50m weit sein. In meinem Test konnte ich 2 Räume weiter sein und mein Handy lag schutzlos rum. Dazu war es nicht immer zuverlässig.

 

Über Amazon könnt ihr es direkt in Deutschland kaufen. Hier bezahlt ihr etwas mehr, erhaltet es jedoch etwas schneller im Vergleich mit Shops wie Tinydeals oder Banggood. (Partnerlinks)

Es gibt immer wieder Angebote auf den oben gezeigten Seiten. Wer mit einer etwas längeren Lieferzeit leben kann, der kann mit gutem Gewissen bei den Chinesischen Shops zu greifen. Ich empfehle euch auch direkt ein 2. Mi Band mitzubestellen, da man es ab und zu gar nicht merkt, wenn man es verliert.

 

Zubehör (Partnerlinks)

Natürlich gibt es auch Zubehör damit euer Mi Band individualisieren könnt. So gibt es verschieden farbige Ersatzbänder aus Silikon und aus Leder  (Original )

Zu beachten ist hierbei das die originalen Bänder aus TPSiV sind, was hautfreundlich und sehr hygienisch ist.

Die Drittanbieter Ersatzbänder für das Miband sind meist aus Silikon, kosten dafür aber weniger. Besonders drastisch fällt der Preisunterschied zwischen den originalen Armbändern und den Drittanbieter-Bändern aus. Hier kann man um die 30€ sparen, erhält dafür aber oft kein Metall in der Halterung, sondern Kunststoff. Eine Auswahl habe ich hier mal zusammen gestellt (Klick1Klick2Klick3)
Fazit

Von mir gibt es für das Band eine ganz klare Empfehlung. Als Begleiter beim Sport will ich nicht mehr drauf verzichten und die Benachrichtungsfunktion ist ein Segen, wenn man viel Unterwegs ist. Das Schlaftracking ist eine interessante Sache die einem helfen kann seinen Schlafrythmus zu überwachen.

Durch die vielen Möglichkeiten das Mi Band zu individualiseren, findet jeder seine lieblings Kombination. Man sollte jedoch drauf achten ein Ersatzarmband zu wählen das um den eigenen Arm passt. Das originale kann für sehr breit gebaute Männer etwas zu knapp werden. Als Abbhilfe kann man ein weiteres Loch einfach nachstechen.

Wer mit der originalen App nicht zufrieden ist findet im Playstore noch alternative Apps die mit dem Mi Band zusammen arbeiten. Leider ist das nur bei Android so. Für Sport-Nerds empfehle ich übrigens anstatt der Mifit App, Gliderun zu nehmen. Die App arbeitet neben dem Miband auch mit anderen Trackern zusammen und bietet ein paar spannende Zusatzfeatures. Aktuell ist sie noch in der Open Beta Phase.

 

 

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